Grundpraktikum im Bachelor Physik
Inhalt
Das Grundpraktikum im Bachelor setzt sich aus drei Teilen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen.
Physikalisches Praktikum 1 (PP1)
Im ersten Teil wird der Grundstein für das experimentelle Arbeiten gelegt. Der Schwerpunkt liegt dabei zum einen auf dem physikalischen Sachverhalt von Mechanik, Elektronik und Optik, zum anderen auf der selbstständigen Planung, Aufbau und Durchführung von Experimenten und die damit verbundene Messtechnik. Für Letzteres stehen neben einigen Standardmessgeräten wie Multimeter, Oszillograph und Funktionsgenerator auch eine Vielzahl verschiedener Sensoren zur Verfügung, die direkt über den Computer ausgelesen werden können. Diese Kombination aus physikalischem Grundwissen gepaart mit selbst erstellten Experimenten mit digitaler Datenerfassung und Auswertung bietet eine fundierte Grundlage für die weiterführenden Praktika, aber auch wissenschaftliche Arbeiten.
Physikalisches Praktikum 2 (PP2)
Im zweiten Teil des Grundpraktikums werden die zuvor erlernten Kenntnisse über Messtechnik, Methodik, Versuchsdurchführung und Datenanalyse vertieft und gefestigt. Die hierfür durchgeführten Versuche stellen eine Auswahl teils voraufgebauter Versuche zu den Themen Messunsicherheit, Schwigung und Resonanz, Optik und weitere dar. Neben ihrer physikalischen Relevanz bieten die ausgewählten Experimente die Möglichkeit, komplexere und größere Datensätze zu erfassen, die anschließend mithilfe von Python analysiert werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Präsentation wissenschaftlicher Daten und der Dokumentation wissenschaftlicher Arbeiten. Zu diesem Zweck erfolgt eine Einarbeitung in LaTeX und BibTeX, um professionelle Dokumentationen nach wissenschaftlichen Standards anzufertigen.
Physikalisches Praktikum 3 (PP3)
Der letzte Teil wird in Form eines Projektpraktikums durchgeführt. Im Vordergrund steht hier die vertiefte Einarbeitung in eines von mehreren wählbaren oder eventuell ein selbst vorgeschlagenes Thema. Für die Planung, Durchführung, Auswertung und Dokumentation der Arbeit steht das komplette Semester zur Verfügung. Ob es sich dabei um die Detektion eines Exoplaneten mithilfe der Universitätssternwarte, den Bau eines Seismographen oder Spektrometers oder die möglichst genaue Vermessung der Lichtgeschwindigkeit handelt, im Projektpraktikum kann dem Forschungsdrang voll nachgegangen werden.
Die praxisnahe Arbeitsweise vermittelt dabei einen realistischen ersten Eindruck vom wissenschaftlichen Arbeiten im Labor. Aufgrund der vielen Aufgaben im Projekt werden dabei die Teamfähigkeit, das Zeitmanagement und die Selbstorganisation sowie das kritische Denken geschult und zugleich die Kenntnisse zur Datenverarbeitung und Dokumentation gefestigt. Das Projektpraktikum bietet somit den idealen Ausgangspunkt für komplexere Experimente in den weiterführenden Praktika.
Organisation
Die Praktika finden während der Vorlesungszeit wöchentlich statt.
- PP1 : Sommersemester
- PP2 : Wintersemester
- PP3 : Sommersemester
Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte den entsprechenden eLearning-Kursen.
Kontakt
Dr. Thorsten Schumacher
Physikalisches Praktikum
Raum: 1.0.01 (BGI)
Telefon: +49-921-55 3805
E-Mail: thorsten.schumacher@uni-bayreuth.de