Grundpraktikum für das Lehramt Physik
Konzept
Wir bieten ein Physik-Praktikum an, das speziell auf die Bedürfnisse von Studierenden des Lehramts an Gymnasien, Realschulen und Berufsschulen zugeschnitten ist.
In den ersten beiden Praktikumsteilen (FW-PPA1 und FW-PPA2) liegt der Schwerpunkt zum einen auf dem physikalischen Sachverhalt, zum anderen auf dem selbstständigen Planen, Aufbauen und Durchführen von Experimenten. Neben einigen Standardmessgeräten wie Multimeter, Oszillograph und Funktionsgenerator stehen hierfür auch eine Vielzahl verschiedener Sensoren zur Verfügung, die direkt über den Computer ausgelesen werden können. Darüber hinaus werden verschiedene Analysemethoden der Datenverarbeitung behandelt und auf die eigenen Daten angewandt.
Für das Lehramt an Gymnasien gibt es einen dritten Teil des Praktikums (FW-PPA3), welcher als Projektarbeit konzipiert ist. Hier haben Studierende die Möglichkeit, ein selbst gewähltes oder vorgeschlagenes Thema über ein Semester hinweg zu bearbeiten. Idealerweise entwickeln sie dabei ein Experiment oder einen Detektor bzw. ein Messgerät, das dokumentiert und als (Open-Source-Material)/link() zur Verfügung gestellt wird.
Die Praktika vermitteln somit eine Kombination aus physikalischem Grundwissen und selbst erstellten Experimenten mit digitaler Datenerfassung und -auswertung. Dies bietet eine fundierte Grundlage für den schulischen Unterricht sowie für wissenschaftliches Arbeiten in einer Forschungseinrichtung.
Inhalt FW-PPA1 und FW-PPA2
Das Praktikum bietet eine Vielzahl an Versuchen aus den Bereichen
- MechanikEinklappen
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Das Teilgebiet der klassischen Mechanik bietet einen besonders anschaulichen und meist auch intuitiven Zugang zur Physik. Es eignet sich daher besonders zur Einführung in die computergestützte Datenaufzeichnung und Weiterverarbeitung, da reale Versuchsabläufe (in Echtzeit) in Messkurven und so in Korrelationen verschiedener physikalischer Größen überführt werden. Hierbei werden Fragestellungen zu folgenden Themen behandelt: Kräfte, Bewegung, Energie und Leistung, Impuls, Rotation starrer Körper, schwingende Systeme sowie Wellen und Akustik.
- Elektronik und ElektrodynamikEinklappen
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Anders als in der Mechanik sind Versuche in diesem Teilgebiet der Physik weniger anschaulich, da charakteristische Größen wie elektromagnetische Felder, Ströme und Spannungen oder deren Änderung unter Normalbedingungen nicht wahrnehmbar sind. Hier sind wir vollkommen auf die Messtechnik (z.B. Digitalmultimeter, Funktionsgenerator, Oszilloskop u.v.m.) angewiesen. Ein sicherer Umgang damit und die korrekte Implementierung in ein Experiment sind somit unabdingbar. Es werden Fragestellungen zu folgenden Themen behandelt: Schaltkreise, Halbleiterdioden, komplexe Widerstände, elektrische Schwingkreise, Logikschaltungen, elektrische Felder , Magnetfelder und Induktion.
- OptikEinklappen
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Die moderne Optik ist ein riesiges Themengebiet und reicht vom Welle-Teilchen-Dualismus über die Spektroskopie von Atomen und Molekülen bis zur Quantenoptik. Wir untersuchen hier einige grundlegende Eigenschaften von Licht und geben eine Einführung in die Messtechnik und Sensorik. Nicht zuletzt findet auch die technische Optik ihren Platz. Optische Mikroskope und Teleskope sind abbildende Systeme und erweitern den Blick in für das menschliche Auge nicht zugängliche Dimensionen. Es werden Fragestellungen zu folgenden Themen behandelt: Brechung, Beugung und Interferenz, Polarisation, Abbildende Systeme wie Mikroskope und Teleskope, spektrale Eigenschaften von Lichtquellen.
- WärmelehreEinklappen
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Thermodynamische Prozesse definieren unseren Alltag, sei es das Wetter, das Aufpumpen eines Fußballs (ideales Gas), das Erhitzen von Wasser für die Tasse Kaffee (Wärmekapazität, Energiezufuhr) oder auch das Heizen eines modernen Hauses mit Hilfe einer Wärmepumpe (Kreisprozesse). Obwohl unvorstellbar viele mikroskopisch kleine Teilchen (zum Beispiel Moleküle in der Luft) involviert sind, reichen im thermischen Gleichgewicht nur wenige Zustandsgrößen (wie zum Beispiel Temperatur, Druck, etc.) und stoff- bzw. materialspezifische Konstanten aus um das makroskopische Verhalten zu beschreiben. Im Umkehrschluss, kann man aus diesem Verhalten wieder Informationen über die mikroskopische Struktur erhalten. Es werden Fragestellungen zu folgenden Themen behandelt: Wärmekapazität, Ideales Gas, Kreisprozesse, Zustandsänderungen thermisches Gleichgewicht.
Organisation
Zur Organisation des Praktikums werden für jedes Semester Kurse auf dem eLearning-Server eingerichtet. Bitte melden Sie sich frühzeitig für dieses Praktikum an, damit wir die Betreuung entsprechend planen können.
Kontakt
Dr. Thorsten Schumacher
Physikalisches Praktikum für das Lehramt
Raum: 1.0.01 (BGI)
Telefon: +49 (0)921 / 55 -3805
E-Mail: thorsten.schumacher@uni-bayreuth.de