Studium der Physik für ein Lehramt an Realschulen

Für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung ist das Studium von zwei Fächern sowie der Erziehungswissenschaften erforderlich. Die auf dieser Webseite enthaltenen Informationen betreffen die Fachwissenschaft und die Fachdidaktik im Fach Physik. Weitere Informationen erhalten Sie über die unter "Weitere Informationen" angegebenen Links.

Studienziel

Ein wesentliches Ziel der Physik besteht darin, Vorhersagen über das Verhalten der unbelebten Natur zu gewinnen. Sie ist eine Erfahrungswissenschaft, d.h. alle erarbeiteten Erklärungsansätze, Modelle und Theorien werden fortlaufend durch experimentelle Beobachtungen überprüft und gegebenenfalls erweitert bzw. modifiziert. Die Physik hat das Weltbild unserer Gesellschaft entscheidend geprägt und trägt durch neue Erkenntnisse, wie etwa aus dem Bereich nichtlinearer Systeme, zu dessen Fortentwicklung und Wandel bei.

Das Studium bereitet auf die Tätigkeit des Physiklehrers an Realschulen vor. Das Berufsbild des Lehrers ist vor allem durch didaktische, methodische, pädagogische und fachliche Kompetenz gekennzeichnet. Er arbeitet in seinem Beruf in erster Linie als Organisator von Lernprozessen und erst in zweiter Linie als Fachmann, hier als Physiker.

Gliederung des Studiums

Das Studium ist modular aufgebaut. Zu jedem Modul wird ein Leistungsnachweis abgelegt, mit dem die Leistungspunkte des Moduls erworben werden. Der Studiengang ist so konzipiert, dass mit dem Erwerb der Leistungsnachweise zu allen in der Prüfungs- und Studienordnung vorgesehenen Modulen die fachlichen Zulassungsvoraussetzungen zur Ersten Staatsprüfung nach der Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) im Fach Physik erfüllt sind. Die in den Modulprüfungen erzielten Noten gehen in die Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung ein. Die Gewichtung der Noten mit den Leistungspunkten und die Auswahl der in die Note eingehenden Module ist im Anhang 2.9 der Prüfungs- und Studienordnung geregelt.

Empfohlene Fächerkombinationen mit Physik sind Physik/Mathematik und Physik/Informatik.

Die Kenntnis der allgemeinen Fachgrundlagen wird hauptsächlich in einem Kurs über die Rechenmethoden der Physik im ersten Fachsemester, einer dreisemestrigen Vorlesung Experimentalphysik (Mechanik, Elektrizität, Wärme, Optik) und in den physikalischen Grundpraktika erworben. Die aktive Teilnahme an den begleitenden Übungen und Seminaren ist wesentlicher Bestandteil des Studiums. In der Fachdidaktik werden theoretische Grundlagen auch als Vorbereitung auf die abzuleistenden Schulpraktika vermittelt.

Auf diesen Modulen aufbauend werden vorwiegend aus experimenteller Sicht die Inhalte und Anwendungen der modernen Physik entwickelt. Einblicke in die Problemgeschichte der Physik werden in den fachwissenschaftlichen Veranstaltungen gegeben. Die Lehrveranstaltungen zur Fachdidaktik der Physik bereiten den Studierenden auf Aufgaben und Problemstellungen seiner späteren Tätigkeit als Physiklehrkraft in der entsprechenden Schulart vor.

Beschreibungen der zu einem Studienmodul zusammengefassten Lehrveranstaltungen, ihres Inhaltes und der Lernziele, der Art des Leistungsnachweises und der Angebotshäufigkeit sowie Empfehlungen für die zeitliche Abfolge der Module im Studienverlauf sind im Modulhandbuch enthalten.

Das Studium bereitet auf die Erste Staatsprüfung vor. Dazu ist auch eine schriftliche Hausarbeit vorzulegen, die fakultativ im Fach Physik bzw. in Fachdidaktik Physik, im zweiten Fach, im Bereich der Erziehungswissenschaften oder in einem fächerübergreifenden Bereich angefertigt werden kann. Ausgehend von einem der im Studium berührten Themenkreise der Vorlesungen, Praktika oder Seminare, besteht sie im wesentlichen aus der Durchführung einer experimentell oder didaktisch orientierten wissenschaftlichen Arbeit unter der Betreuung eines Hochschullehrers.


Empfehlungen für die zeitliche Gliederung

Fachwissenschaft und Fachdidaktik Physik

Kennung Modul Semester SWS Prü.-Art LP
FW-TPA Physikalisches Rechnen
(Einführung in die Theoretische Physik)
1 V 4, Ü 2 LNW 7
FW-EPG1 Mechanik 1 V 4, Ü 2, S 2 MP 10
FW-EPG2 Elektrizität, Magnetismus 2 V 4, Ü 2, S 2 MP 10
FW-PPA1 Grundpraktikum Physik A1 2 P 2,5 LNW 3
FW-EPG3 Optik, Wärme 3 V 4, Ü 2, S 2 MP 9
FW-PPA2 Grundpraktikum Physik A2 3 P 2,5 LNW 3
FW-EPM1 Aufbau der Materie I 5 V 4, Ü 2 MP 8
FW-EPM2 Aufbau der Materie II 6 V 4, Ü 2 MP 8
FW-SHRS Schriftliche Hausarbeit
(wahlweise in Fach 1 oder Fach 2)
MP 10
FD-DIDP6 Physikdidaktik I mehrere[1] V 4+2, S 2 MP, LNW 8
FD-DIDP7 Physikdidaktik II nach FD-DIDP6[1] Ü/S 4 MP oder LNW 4
FD-PSPRS Studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum
(wahlweise in Fach 1 oder Fach 2)
nach FD-DIDP6[1] P 4 LNW 3
FD-DIDP8 Unterrichtspraxis Physik
(nur in Verbindung mit FD-PSPRS)
nach FD-DIDP6[1] S 2 LNW 2
FW-EPK Wahlfach aus der Physik [2] V/S 2 LNW 3
FD-DIDPK Wahlfach aus der Physikdidaktik V/S 2 MP oder LNW 3
Modulkennung: EP = Experimentalphysik, TP = Theoretische Physik, DIDP = Didaktik der Physik, FW = Fachwissenschaft, FD (früher UF) = Fachdidaktik
Semesterwochenstunden (SWS): V = Vorlesung, Ü = Übung, S = Seminar, P = Praktikum
Art der Modulprüfung (evtl. mehrere Teilprüfungen): MP = benoteter Leistungsnachweis, LNW = unbenoteter Leistungsnachweis, für Details siehe das Modulhandbuch
[1] siehe Modulhandbuch (unter "Weitere Informationen")
[2] wahlfrei, weitere Module nach LPO I §22 Abs. (2) Nr. 2 f möglich

Hinweise:

  • Es wird empfohlen, das Studium im Wintersemester zu beginnen.
  • Zulassungsbeschränkungen für den Studiengang existieren gegenwärtig nicht.

Kontaktadressen

Dr. Sigrid M. Weber
Didaktik der Physik
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel. 0921/553192
Webseiten Didaktik der Physik
  sowie
Prof. Dr. Markus Lippitz, Tel. 0921/55-3800
siehe auch unter Studienfachberatung  hier

Weitere Informationen

 

Physikalisches Institut der Universität Bayreuth -